Regionalbauernverband RBV Döbeln – Oschatz e. V.
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27.04.2018

Hundekot macht unzufrieden

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Die grauen Tage sind vorbei und alle freuen sich über den Frühling und die aufblühende Natur.
Gerade jetzt beginnen unsere Landwirte mit der Pflege der Wiesen, auf denen das Futter für unsere Tiere wächst.
Ich möchte mich hier direkt an Sie als Hundehalter wenden. Lassen Sie die Hinterlassenschaften ihrer Hunde nicht einfach auf den Futterflächen liegen. Schließlich macht das auf den eigenen Rasenflächen im Garten auch niemand und mäht dann rasen.
Vielen ”Frauchen“ und ”Herrchen“ ist es nicht bewusst, dass ihre Lieblinge ihre ”Notdurft“ weder in privaten Vorgärten noch in landwirtschaftlich genutzten Wiesen und Feldern verrichten dürfen.
Lt. Paragraph 27 des Sächsisches Naturschutzgesetz – SächsNatSchG gibt es ein Betretungsverbot für landwirtschaftliche Nutzflächen innerhalb der Vegetationsperiode. So dürfen landwirtschaftlich genutzte Flächen in der Zeit zwischen Aussaat und Ernte, bei Grünland in der Zeit des Aufwuchses und der Mahd bzw. Beweidung nicht betreten werden.
Das Betretungsverbot gilt übrigens für alle, nicht nur für Hundehalter!!
Fakt ist, dass Hundekot das Erntegut vom Geruch und Geschmack her verunreinigen kann und das kann wiederum dazu führen, dass zum Beispiel Rinder und Schafe dieses Futter verschmähen und liegen lassen. Das möchte sicherlich niemand. Durch verunreinigtes Futter können sogar Krankheiten übertragen werden, was bis zu Tod- oder Fehlgeburten führen kann. Damit vom Hundekot auf landwirtschaftlichen Nutzflächen keine Gefahren für unsere Tiere ausgehen, müssen mindestens drei Monate vergehen, bis das Erntegut ohne Bedenken weiter verarbeitet werden könnte. Die Zeit zwischen Aufwuchs und Mahd bzw. Beweidung ist aber oft kürzer. Diese Sorgen haben wir Landwirte und hoffen auf das Verständnis aller Hundehalter.
Deshalb unser Appell:
Wir möchten den Hunden nicht verbieten, sich auf abgeernteten Flächen auszutoben und herum zu tollen aber bitte die Hinterlassenschaften nicht auf den Futterflächen liegen lassen!!!
Ein weiterer Hinweis: Überall sehen wir jetzt wieder weidende Viehherden. Ein schöner Anblick, vor allem wenn Jungtiere mitgeführt werden.
Obwohl die Tiere auf der Weide die meiste Zeit damit beschäftigt Futter aufzunehmen, kann es zu ungewollten Zwischenfällen kommen, wenn allzu sorglos gehandelt und die eingezäumte Weide betreten wird.
Die warnenden Hinweisschilder ”Achtung, freilaufender Bulle“ und ”Vorsicht Elektrozaun“ sollten ernst genommen werden. Vor allem Kühe mit neugeborenen Kälbern haben einen ausgeprägten Beschützerinstinkt und tun alles um ihr Kalb gegenüber Menschen und Hunden zu verteidigen.
Ich selbst habe auch schon beobachtet, dass sich Personen auf eingezäunten Koppeln mitten in einer Schafherde bewegten – sehr leichsinnig, wie ich meine. Gerade Schafböcke können sehr aggressiv reagieren, wenn vermeidliche ”Rivalen“ (wozu auch Menschen gehören können) ihnen die ”Damen“ abspenstig machen wollen.

Hunde bitte ”bei Fuss“ an weidenden Herden vorbei führen.
Eltern sollten auf diesen Sachverhalt auch ihre Kinder hinweisen.
Kinder und Jugendliche müssen auch wissen, dass Manipulationen an Weidezäunen beim Ausbruch der Tiere zur Gesundheitsgefährdung von Menschen, Tieren und zu hohen Sachschäden führen können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihr vernünftiges Handeln




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