Regionalbauernverband RBV Döbeln – Oschatz e. V.
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31.08.2018

30 neue Jungfacharbeiter für unsere nordsächsischen Betriebe

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Umrahmt von Klavier und Trompete, gespielt von 2 Mitgliedern der Torgauer Bigband ”Synkopenmuffel“, erhielte heute 30 Jungfacharbeiter der ”Grünen Berufe“ auf Schloss Hartenfels ihre Facharbeiterbriefe und Zeugnisse. Uta Schladitz, Chefin der Wirtschaftsförderung begrüßte alle Anwesende aufs herzlichste.
Anett Zander (Ausbildungsberaterin), moderierte kurzweilig die Veranstaltung.
Die Grußworte des 1. Beigeordneten des Landrates Dr. Eckhard Rexrodt bezogen sich auf die Landwirtschaft in Nordsachsen. Er würdigte die ca. 780 Betriebe aller Rechtsformen, die 63 % des Landkreises in der Bewirtschaftung haben. 2.500 Beschäftigte sind in den Betrieben in ”Lohn und Brot“.
7-mal so viele Menschen sind in den vor- und nachgelagerten Bereichen der nordsächsischen Landwirtschaft tätig.
Rexrodt verwies auf die guten Leistungen der hiesigen Betriebe. 11.200 kg Milch produziert der Beste pro Kuh und Jahr durchschnittlich. Das sind stolze 1.700 kg mehr als der Sachsendurchschnitt.
Er fand auch Worte für die diesjährigen Probleme, die mit der Dürre verbunden sind. Die größten Herausforderungen kommen noch auf die Betriebe zu, nämlich dann, wenn das Futter für die Tiere zugekauft werden muss.
Abschließend mahnt er zur Zusammenarbeit und Akzeptanz mit Naturschutzbeauftragten.

Im Anschluss wurden die Besten des Jahrgangs geehrt.
Bester Landwirt ist Lorenz Huber, die beste Tierwirtin (Rind) Nina Müller, Jan Mücke wurde beste Fachkraft Agrarservice und als bester Werker wurde Fabian Dornbusch geehrt. (Foto: v.l.n.r.)

Endlich erhielten auch die restlichen 26 Absolventen ihre Facharbeiterbriefe überreicht. Der Großteil der jungen Leute steht bereits im vollen Berufsleben. Viele wurden von ihren Betrieben übernommen. Andere denken daran zu studieren oder sich weiter zu qualifizieren z.B. als Wirtschafter oder Techniker.

Tilo Bischoff, Vertreter der regionalen Bauernverbände Torgau, Delitzsch und Döbeln – Oschatz war auserwählt das Schlusswort der würdigen Veranstaltung zu sprechen.
Auch er ging auf die aktuelle missliche Situation Ernte, Futtermenge und –qualität, Schweine- und Milchpreise ein. Bischoff bereitet vor allem die öffentliche Diskussion Sorgen. Stehen wir Bauern doch nun wieder als Subventionsempfänger in der Öffentlichkeit.
(Anmerkung der Redaktion: Das wäre bei einer sachgerechten Agrarpolitik nicht notwendig! Gebt den Landwirten die Möglichkeit in guten Jahren selber Vorsorge zu schaffen – dann brauchen wir auch keine staatlichen Hilfen in schlechten Jahren!!)
Tilo Bischoff verbreitete aber keine ”Miesepeterstimmung“. Im Gegenteil sein Schlusssatz würdigte den interessantesten und vielseitigsten Beruf der Erde, der auch viele Perspektiven hat. Er forderte die jungen Absolventen auf Verantwortung für Boden, Tier, Umwelt, Naturschutz und den Berufsstand zu übernehmen.

Anett Zander erhielt ein großes Dankeschön für ihre geleistete Arbeit und ein kleines Geschenk von der Lehrerschaft der Berufsschule Wurzen am Ende der Veranstaltung überreicht. Eine schöne Geste meine ich.




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