Regionalbauernverband RBV Döbeln – Oschatz e. V.
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30.08.2019

Nordsachsen hat 30 Jungfacharbeiter mehr

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Heute endlich war es so weit. 30 Jungfacharbeiter aus Nordsachsen erhielten heute ihre Facharbeiterbriefe aus den Händen von Dr. Rexroth und dem Vorsitzenden des RBV Torgau Erhard Neubauer.
Zu Beginn begrüßte Uta Schladitz alle Anwesende und brachte ihre Verbundenheit mit den hiesigen Bauernverbanden zum Ausdruck. Durch die gemeinsam betriebene Imagekampagne konnte für die ”Grünen Berufe“ einiges erreicht werden. So blieben die Ausbildungszahlen im Landkreis relativ stabil und es konnte ein Werbefilm für die Berufe erstellt werden. Mitwirkende Betriebe sind hier z.B. die Agrargenossenschaften Naundorf-Niedergoseln und Arzberg.
Der Imagefilm hatte zur Feierstunde prämiere.
Dr. Rexroth, 1. Beigeordneter des Landrates überbrachte Grüße vom Landrat Kai Emanuel.
In seinem Grußwort unterstrich er die Bedeutung der Landwirtschaft. Neben der Produktion von Nahrungsmitteln und Energie wird auch Landschaftspflege betrieben. Er verweist auf die vielen gesetzlichen Regelungen und Verordnung. Sein Fazit: trotz steigender Technisierung und Digitalisierung bleibt der Mensch unersetzbar, nur er kann z.B. auf Tiergesundheit achten. Er erinnert die Anwesenden daran, dass in der Landwirtschaft die teuersten Arbeitsplätze zu finden sind.
Weiterhin geht er auf die aktuelle Lage (2.Jahr Trockenheit in Folge), auf den hohen Flächenverlust durch Versiegelung, auf die schlechte Wertschöpfung und die ”Besserwisser“ vom Grünen Tisch ein. Er appelliert an die Jungfacharbeiter sich nicht entmutigen zu lassen und die ”offenen Wege“ zu beschreiten  sich zu qualifizieren, den Meister, Techniker oder ein Studium abzuschließen.
Endlich ist es so weit: die Besten werden geehrt. Dazu gehören Immanuel Schulz und Niclas Kleiber (Landwirte), Pätrick Noack (Tierwirt) sowie Florian Spranger (Werker).
Nach dem alle Jungfacharbeiter ihre Zeugnisse erhalten haben spricht Erhard Neubauer die Grußworte des Berufsstandes.
Er appelliert an die Jugendlichen ”immer dran zu bleiben“, die Entwicklung steht nicht still. Auch er verweist auf die Attraktivität des Berufs und die guten Perspektiven in der Landwirtschaft.
Er wünscht sich für die Branche, dass diese fachlich und wirtschaftlich gesteuert wird und nicht von Ideologen.
Kritik übt er an der Einfuhr ausländischer Produkte, die nie mit den hohen Qualitätsstandards deutscher Produkte mithalten können. Damit verzerren diese Produkte einen fairen Wettbewerb.
Die EU-Agrarpolitik driftet immer weiter auseinander. Es kann nicht sein, dass z.B. in Polen die Zuckerrüben, in Frankreich die Mutterkühe extra gefördert werden und in Spanien der Bau eines Schweinestalls um 1/3 billiger ist. Auch das hat wenig mit gleichen Bedingungen innerhalb der EU zu tun.
Aber Neubauer macht auch Mut. Der Beruf hat einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft. Auch wenn die Berichterstattung in den Medien anderes vermuten lässt.
Musikalisch umrahmt wurde die Festveranstaltung durch Thomas Noll am Klavier und Benjamin Hugk mit der Trompete. Sie gehören der Big-Band aus der Elbaue ”Die Synkopenmuffel“ an




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